Leserbrief 15.07.2012
Funkmast
Unsachlichkeit führt in dieser Frage nicht zum Ziel.
Man muß die Sache etwas differenzierter betrachten. Die Ablehnung eines überdimensionierten 45 Meter hohen Funkmastes mit unklarer Sendeleistung direkt am Wohngebiet ist nicht gleichzusetzen mit pauschaler Verteufelung jedweden Handy-Empfangs.
Um Sachlichkeit in die Debatte zu bringen, möchten wir nochmals klarstellen:
> Wir sind nicht gegen Handy-Empfang und Erreichbarkeit
> aber wir sind gegen einen überdimensionierten Funkmast in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet mit ungeklärter Anzahl der Anbieter und ungeklärter Sendeleistung
> wir erwarten eine genaue Bedarfsanalyse und eine umfassende Untersuchung der möglichen Alternativstandorte mit dem Ziel eines für alle Anwohner akzeptablen Standortes mit einer für den Dilsberger Bedarf ausgelegten Technologie
> wir fordern eine Entscheidung, die sich an den Interessen der Anwohner nach Erreichbarkeit für Dilsberg bei gleichzeitig geringstmöglicher Strahlenbelastung und nicht an den wirtschaftlichen Interessen der Anbieter orientiert.
Erstaunlich für uns ist vielmehr, daß dieselben Anwohner, die noch 2006 vehement gegen einen kleinen Funkmast auf der Umspannstation Neuhofer Straße - da in ihrer direkten Nähe - protestiert haben, sich jetzt für den um ein vielfaches höheren Sendemast Am Schänzel aussprechen, da sie sich nicht mehr direkt betroffen fühlen. Hier sollte man einfach mehr Fairness walten lassen und den – sicher von den meisten – gewünschten verbesserten Handy-Empfang nicht auf dem Rücken einiger weniger austragen. Vorschläge haben wir gemacht, Alternativen wären bei gutem Willen sicherlich zu finden, aber hier vermissen wir leider jedes Engagement der Gemeinde.
Mit freundlichen Grüßen,
Karin Wolf
